Ratgeber

Ratgeber rund um Ihr Mietverhältnis

Mietkaution
Eine Mietkaution ist eine Sicherheitsleistung durch den Mieter zur Absicherung möglicher Ansprüche des Vermieters aus dem Mietverhältnis.
Die Mietkaution für Wohnraum darf den Gesamtbetrag von 3 Nettokaltmieten nicht übersteigen (§ 550 b BGB).
Der eingezahlte Betrag wird vom Vermieter verzinslicht festgelegt. Nach Beendigung des Mietverhältnisses und Rückgabe der Mietwohnung durch den Mieter, rechnet der Vermieter die Mietkaution ab. Forderungen aus dem Mietverhältnis nach Rückgabe werden mit dem Guthaben aus Mietkaution verrechnet. Guthaben werden vom Vermieter entsprechend ausgezahlt.

Provision/Courtage
Eine Provision/Courtage erhält ein Makler für seine Vermittlungstätigkeit an Immobilien. Sie ist meist als Vielfaches der Nettokaltmiete zuzüglich Mehrwertsteuer ausgeschrieben. Die Höhe der Provision/Courtage ist zwischen Makler und Kunden grundsätzlich frei vereinbar. In der Regel orientiert sich der Makler allerdings an den ortsüblichen Sätzen.
Der Eigentümer einer Immobilie darf dem Mieter für seine Vermietungstätigkeiten keine Provision/Courtage in Rechnung stellen, weil er wirtschaftlich mit der Immobilie verbunden ist.

Wohnberechtigungsschein
Einen Wohnberechtigungsschein benötigt der Mieter, der eine Wohnung anmieten möchte, die mit öffentlichen Mitteln der Länder finanziert wurde. Die Wohnung unterliegt aus diesem Grund einer Belegungs- und Preisbindung. Das bedeutet, dass nicht jeder in der Wohnung wohnen kann und die Wohnung nicht zu jedem Preis vermietet werden kann. Der Vermieter kann nur die Kostenmiete verlangen. Die Mieter sind von größeren Mieterhöhungen während der Bindungsphase geschützt. Der Wohnberechtigungsschein ist beim städtischen Amt für Wohnungswesen einzuholen. Im Gegensatz zum allgemeinen Wohnberechtigungsschein, wird der gezielte Wohnberechtigungsschein für eine spezielle Wohnung ausgestellt. Zum Bezug einer Sozialbindungswohnung dürfen vorgeschriebene Einkommensgrenzen des Mieters nicht überschritten werden. Auch ist eine bestimmte Personenanzahl entsprechend der Wohnfläche festgelegt.
In Sonderfällen erteilt die Stadt Freistellungen für Wohnraum. In diesem Fall darf auch ein Mieter eine Sozialbindungswohnung beziehen, der nicht die beschriebenen Bedingungen erfüllt. In einigen Bundesländern ist es in diesem Fall notwendig eine Fehlbelegungsabgabe an die Stadt zu zahlen. In Nordrheinwestfalen wurde die Fehlbelegungsabgabe rückwirkend zum 01.01.2006 abgeschafft. Alle Regelungen zum Thema preisgebundener Wohnraum sind im Wohnungsbindungsgesetz verankert.

Kostenmiete
Unterliegt eine Wohnung der Mietpreisbindung durch die Stadt, so kann der Vermieter von seinem Mieter nur die Kostenmiete verlangen. Die Kostenmiete ist der Betrag, der vom Vermieter zur Deckung seiner laufenden Aufwendungen benötigt wird. Die Kostenmiete wird innerhalb der Wirtschaftlichkeitsberechnung ermittelt. Eine Mieterhöhung kann vom Vermieter nur durchgesetzt werden, wenn sich Positionen innerhalb der Wirtschaftlichkeitsberechnung verändern. Zur Begründung einer Mieterhöhung reicht ein Auszug aus der Wirtschaftlichkeitsberechnung aus. Alle Regelungen zum Thema Kostenmiete sind im Wohnungsbindungsgesetz verankert.

Wohnungskündigung
Der Mieter kann das Mietverhältnis über Wohnraum bis zum 3. Werktag eines Monats zum Ende des übernächsten Monats kündigen. Unabhängig von der Länge der Mietzeit hat der Mieter demnach immer eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Die Angabe von Gründen ist nicht notwendig. Das Kündigungsschreiben ist von allen Personen zu unterzeichnen, die als Mieter im Mietvertrag aufgeführt sind. Kündigt der Vermieter, muss er gestaffelte Kündigungsfristen einhalten. Hier ist die Dauer des Mietverhältnisses maßgeblich. Bis zu einer Mietdauer von 5 Jahren gilt eine Frist von 3 Monaten, bei einer Dauer von mehr als 5 Jahren gilt eine Frist von 6 Monaten und bei einer Dauer von mehr als 8 Jahren gilt eine Frist von 9 Monaten. Das Kündigungsschreiben muss auch hier zum 3. Werktag eines Monats zugegangen sein. Der Vermieter kann nicht ohne ein berechtigtes Interesse kündigen. Er muss eine Kündigung demnach genau begründen. Der § 573 Abs. 2 BGB beschreibt beispielhaft Gründe für ein berechtigtes Interesse.

Nachmieterstellung
Möchte ein Mieter vorzeitig aus dem Mietverhältnis entlassen werden ohne seine dreimonatige Kündigungsfrist einzuhalten, ist es üblich, dass er einen Nachmieter stellt. Weit verbreitet ist die Annahme, dass es ausreicht, 3 Nachmieter nachzuweisen, um die ordentliche Kündigungsfrist zu umgehen. Dies ist allerdings nicht richtig. Der Vermieter muss einen Nachmieter nur dann akzeptieren, wenn er solvent und persönlich akzeptabel ist.

Haustierhaltung
Kleintiere wie Fische, Hamster oder Vögel können bedenkenlos angeschafft werden. Hunde- und Katzenhaltung darf nur nach vorheriger Zustimmung durch den Vermieter erfolgen. Grundsätzlich sind Tiere immer im Sinne des Tier- und Artenschutzes zu halten.

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